Fachtagung 2013 – Berufliches Lernen und Arbeiten in der digitalen Gesellschaft

Bild: Thinkstock

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In dem Maße, wie die digitalen Medien für uns und unser Leben an Bedeutung gewinnen, muss sich die Gesellschaft in vielen Bereichen umorientieren und neu positionieren. Sie muss sich anpassen an das vermehrte Datenaufkommen, an neue Formen der Kommunikation, an die globale Vernetzung.

Laut dem Bericht der Enquêtekommission ´Internet und digitale Gesellschaft’ sind die Veränderungen, die die Digitalisierung der Gesellschaft mitgebracht hat, auch in Bildung und Forschung tiefgreifend und unumkehrbar:

Eine besondere Herausforderung ist demnach die immense Zunahme verfügbarer Informationen, verbunden mit der Anforderung, aus dieser Fülle die relevanten und zuverlässigen Informationen filtern zu können. Dabei ist die Mediennutzung nicht mehr nur rezeptiv-passiv, sondern auch gestalterisch-aktiv geworden. Die Nutzenden kommentieren und diskutieren, sie erstellen und teilen selbst Inhalte.

Neue Formen der Kommunikation, Kooperation und Vernetzung bieten Potenziale, um Bildungs- und Forschungsprozesse aktiv und flexibel zu gestalten. Mit der Mobilität entstehen neue Formen der situierten Kommunikation und die Produktion von visuellen Inhalten wie Bildern und Videos nimmt zu.

Die Entwicklungen beeinflussen das Lernen und Arbeiten maßgeblich. Digitale Medien sind allgegenwärtige Arbeitsinstrumente, die die Kommunikation verändern und Arbeitsprozesse automatisieren. Damit verbunden ist auch die Änderung der Berufsprofile und der Arbeitsanforderungen: die Wissensarbeit nimmt beständig zu und am Arbeitsmarkt wird mehr Mobilität und Flexibilität möglich - aber auch verlangt.

Medienkompetenz ist in Folge dessen zu einer Schlüsselkompetenz in unserer Gesellschaft geworden. Der Einzelne muss befähigt und darin gestärkt werden, Medien selbstbestimmt, kompetent und souverän zu nutzen. Dies schließt auch die Fähigkeit ein, selbst Akteur innerhalb der digitalen Community zu werden, selbst Inhalte zu produzieren, zu verbreiten und dabei die sozialen Normen des Netzes zu respektieren.

Lehren und Lernen muss heute also verstärkt problemorientiert, kompetenzorientiert, und dialogorientiert sein. Betriebe sind gefordert, den Wandel hin zum „lernenden Unternehmen“ voranzutreiben.

Bild: André Wagenzik, Berlin

Eröffnung durch Dr. Gabriele Hausdorf, Leiterin des Referates „Digitale Medien und Informationsinfrastruktur“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die diesjährige eQualification widmete sich diesen Themenfeldern in Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträgen mit Experten. Im Open Space-Workshop gab es die Möglichkeit, eigene Themenschwerpunkte zu setzen und hierüber untereinander zu diskutieren. In der Postersession „eQualification Marktplatz“ war es möglich, das eigene Projekt vorzustellen sowie die anderen Projekte der Fördermaßnahme kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen. Exkursionen zu einigen Akteuren vor Ort am ersten Tag ermöglichten einen Blick hinter die Kulissen realer Arbeitsfelder in der Schnittmenge von digitalen Medien und Berufswelt oder in relevante Tätigkeitsfelder für die berufliche Bildung in der Wirtschaftsförderung. Die abschließende Podiumsdiskussion am zweiten Tag widmete sich dem Thema „Digitale Gesellschaft“ und warf einen Blick auf den Schwerpunkt des Wissenschaftsjahres 2014.

Das Programm, Materialien zu Vorträgen und Projekten wie auch eine Fotogalerie sind unter www.equalification.info / Tagung 2013 abrufbar.

Wir danken allen Beteiligten für ihr besonders Engagement und eine gelungene Veranstaltung.

Ingrid Höptner und Dr. Caroline Surmann

 

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